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Grätsche

Grätsche - Logo

Was will Grätsche?

Zürich bietet ein vielfältiges Kulturangebot. Trotzdem mangelt es an Räumen und Bühnen für junge Menschen. Wer Lust hat, eigene Projekte auf die Beine zu stellen, steht vor grossen Herausforderungen, da es keine adäquaten, niederschwelligen Aufführungsmöglichkeiten gibt.

 

2019 hat eine Gruppe junger Theaterschaffender sich zusammengetan und Grätsche gegründet: Ein viertägiges Festival, das genau solchen Gruppen und Künstler*innen eine Plattform bietet.

 

Grätsche ist unkuratiert: Wer den Teilnahmebedingungen entspricht, ist Teil des Festivals. Damit wirkt Grätsche den sich zuspitzenden klassistischen Strukturen in der Freien Szene entgegen, weil wir selbstorganisierte darstellende Künste für alle sozialen Realitäten unterstützen. Dadurch trägt Grätsche zu einer gemeinsamen, inklusiven und umfassenden Kulturlandschaft bei und setzt sich aktiv für Nachwuchsförderung ein.

 

Grätsche ist ein Community-Festival – ein Raum, der gemeinsam erschaffen und getragen wird. Das Festival umfasst neben bestehenden Stücken auch Arbeiten in der Entstehungsphase im so genannten DEMO-Format. Das Rahmenprogramm mit Konzerten, Workshops und Austauschforen bietet Begegnungsräume ohne Konsumzwang.

DEMO-Format

Im DEMO-Format wird gezeigt, was sonst in den Probekellern verborgen bleibt. Vier Gruppen lassen in ca. 15-minütige Momentaufnahmen in ihre Arbeitsprozessen einblicken und erhalten anschliessend Rückmeldungen vom Publikum.

 

Das DEMO-Format schafft Raum für die Gruppen, erste neugierige Schritte, waghalsige Experimente oder lustvolles Scheitern zu wagen und für das Publikum aktiv Teil von diesem Entstehungsprozess zu werden. Was du siehst, wird noch gemacht. Was du denkst, interessiert uns. Was du sagst, fliesst in den weiteren Probeprozess ein. Klar ist: Jedes DEMO ist auf seine Art einzigartig und unvorhersehbar.

Vermittlungsformate

Begegnungsräume wie das «Listening Panel», das gemeinsame Abendessen für alle, Konzerte und Karaoke nach den Vorstellungen laden ein, das Gesehene gemeinsam zu verdauen.

 

Unser Vermittlungsformat refl_actions mit kleinem v ermöglicht durch Aktivitäten ein anderes Nachdenken über das Grätsche Programm. Ob wir gemeinsam durch die Räume des Dynamo wandeln oder uns nach draussen begeben –  refl_actions lädt zum Austausch über gemeinsam Gesehenes und individuell Wahrgenommenes ein.
Konzept: Lara Deborah Schäfer, Madleina Cavelti und Lucia Salomé Gränicher

Kooperationen

Darstellende Künste existieren nicht isoliert, sondern sind bei Grätsche interdisziplinär in eine junge Kulturszene eingebettet. Denn gerade in diesen Freiräumen entsteht ungezwungener Austausch und Vernetzung.
Zu den Kooperationspartner*innen von Grätsche gehör(t)en u.a.:

 

♥ Das Jugendkulturhaus Dynamo Zürich

♥ Das feministischen Handwerker*innen-Kollektiv Gemeinsam bauen wir neu

♥ Ässbar, Grassrooted, Kochkollektiv und Zentralwäscherei für die Verpflegung der Teilnehmenden und des Publikums

♥  Supervistas Zürich, der Publikumsclub für Menschen zwischen 15 und 25 Jahren

♥  Medienpartner*innenschaften mit Radio Lora, Radio Stadtfilter, Das Lamm und Intrige Magazin

Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeit betrifft alle Bereiche und Aspekte eines Theaterfestivals. Das beginnt bei der Arbeit im Organisations-Kollektiv, geht über das Essen für die spielenden Gruppen bis hin zu Anfahrtswegen, Transportmitteln und die Verwendung von Mehrwegbechern, um Plastik sparen zu können.

 

Bei Grätsche begreifen wir Nachhaltigkeit ressortübergreifend – entsprechend werden auch die Werte, Entscheidungen und Massnahmen kollektiv getroffen und vom ganzen Team getragen. Eine eigens geschaffene Arbeitsgruppe hat sich der Ausformulierung des Nachhaltigkeitskonzepts angenommen. Die Massnahmen und Ziele werden vom gesamten Kollektiv besprochen, beschlossen sowie getragen und sind im nachfolgenden Konzept in drei Teilbereichen festgehalten.

 

Zugängllichkeit

Alle Spielorte und das gesamte Haus sind rollstuhlgängig und auch für mobilitätsbeeinträchtigte Besucher*innen zugänglich.

Es gibt eine rollstuhlgängige Toilette mit Eurokey im Erdgeschoss. Den Situationsplan für das Dynamo findest Du hier.

Assistenzpersonen erhalten freien Zutritt zum Festival. Im Haus 19 steht ein Safer Space zur Verfügung.

Awareness

Awareness ist ein Konzept, das sich mit respektvollem Umgang beschäftigt. Als Festival ist es uns wichtig, bewusst unterwegs zu sein. Das heisst, uns zu informieren, zu sensibilisieren sowie einander zuzuhören und gegenseitig zu unterstützen. Wir respektieren die Grenzen unserer Mitmenschen wie auch unsere eigenen. Jede Person bestimmt selbst, wo ihre Grenzen liegen und was für sie übergriffig oder verletzend ist.

 

Jegliche Art der Diskriminierung wie zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Queer- und Transfeindlichkeit, Antisemitismus, Klassismus, Fat-Shaming, Ageismus und Ableism werden am Grätsche nicht toleriert.

 

Es kann vorkommen, dass in den gezeigten Stücken diskriminierende Inhalte verhandelt werden. Künstlerische Auseinandersetzungen mit diesen Themen sind uns wichtig, sofern sie der kritischen Reflexion dienen.

 

Zentral ist, dass am Festival Strukturen geschaffen werden, die Unwohlsein auffangen können. Deshalb ist während des ganzen Festivals durchgehend ein Awareness-Team im Einsatz – für euch, für uns, für ein respektvolles Grätschen ohne Verletzen.

 

Wir sind froh um Hinweise und auf Problematiken aufmerksam gemacht zu werden: info@graetsche.ch

Awareness-KonzeptGlossar