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Grätsche

Grätsche - Logo

Welcome to Grätsche 2025

Bald ist das Dynamo wieder voller Menschen, Geschichten, Eindrücken und hopefully a lot of fun.

Wir freuen uns darauf am 13. Februar das Grätsche mit Snack und Drinks (aka. Apéro) zu eröffnen. Zusammen starten wir so in die nächsten vier Tage – ganz unter dem Motto: Chli wild & vill sexy!

 

 

Wieder mit dabei ist das DEMO und das Vermittlungsformat REFL_ACTIONS. Neu mit dabei ist das feministische Baukollektiv «Gemeinsam Bauen Wir Neu», die für Grätsche eine Rauminstalltion entwickelt haben und während der Festivaltage ausstellen werden.

 

 

Ein besonderer Programmpunkt dieses Jahr ist das «Listening Panel : Visions of Care Taking». Zusammen mit unterschiedlichen Expert:innen aus der Schweizer Theaterszene werden wir uns dort unterschiedlichen Zugängen zu Care und Theater widmen.

Im Anschluss laden wir zu einem Znacht im Saal ein! Der Moment auf dem Grätsche, in dem Besuchende und alle Teilnehmenden an einem Tisch zusammenkommen und vielleicht die ein oder andere Care-Vision weiterspinnen.

 

See you soon!

Gruppen

Das sind die Gruppen des Grätsche 2025. Vom 13.–16. Februar 2025 bespielten diese 13 Gruppen die Bühnen des Grätsche Junges Theaterfestival im Dynamo Zürich.

Listening Panel : Visions of Care Taking

Der Wunsch, die Forderung und die Notwendig von Care und gegenseitigem Sorge-tragen ist in den letzten Jahren immer präsenter geworden. Zusammen mit unterschiedlichen Expert:innen aus der Schweizer Theaterszene wollen wir uns unterschiedlichen Zugängen zu Care und Theater widmen. Mit diesem Format erproben wir dabei eine andere Form der Wissensvermittlung und des Zuhörens: Lean back and tune in!

DEMO

Im DEMO-Format wird gezeigt, was sonst in den Probekellern verborgen bleibt. Vier Gruppen lassen in ca. 15-minütige Momentaufnahmen in ihre Arbeitsprozessen einblicken und erhalten anschliessend Rückmeldungen vom Publikum. Das DEMO-Format schafft Raum für die Gruppen, erste neugierige Schritte, waghalsige Experimente oder lustvolles Scheitern zu wagen und für das Publikum aktiv Teil von diesem Entstehungsprozess zu werden. Was du siehst, wird noch gemacht. Was du denkst, interessiert uns. Was du sagst, fliesst in den weiteren Probeprozess ein. Klar ist: Jedes DEMO ist auf seine Art einzigartig und unvorhersehbar.

REFL_ACTIONS

«refl_actions ist ein Vermittlungsformat mit kleinem v, das durch Aktivitäten ein anderes Nachdenken über das Grätsche Programm ermöglicht. Ob wir gemeinsam durch die Räume des Dynamo wandeln oder uns nach draussen begeben –  refl_actions lädt zum Austausch über gemeinsam Gesehenes und individuell Wahrgenommenes ein.

Die diesjährige Ausgabe versammelt sich um eine Tafel, an der gemeinsam gemalt, gesammelt, gegessen, getauscht, gestickt, gespielt und getratscht wird. Eine Gesprächsrunde, die mehr als Sprechen ist.

 

Über:

Madleina Cavelti und Lucia Salomé Gränicher sind zwei junge Dramaturginnen, denen spielen und denken – besonders in Kombination – grossen Spass bereitet. Refl_actions ist die Einladung, Theater mit diesem Zugang gemeinsam zu verdauen.»

Gemeinsam Bauen Wir Neu

Gemeinsam Bauen Wir Neu – Feministisches Baukollektiv

 

Wir sind eine Gruppe von FINTA* Personen, die im Bereich Bau und Handwerk arbeiten, sich dafür interessieren und Lust haben sich zu vernetzen und auszutauschen. Wir versuchen Räume zu schaffen, in denen FINTA*s ihre handwerklichen und gestalterischen Fähigkeiten entfalten und experimentieren können und setzen uns für die Sichtbarkeit von FINTA*s in Bau und Handwerk ein.

 

Durch gemeinsames Bauen fördern wir Selbstermächtigung und Skillsharing und entwickeln neue Ansätze für ein kollektives Zusammenarbeiten, das patriarchale Strukturen hinterfragt und aufbricht.

SUPERVISTAS

ZÄME GO LUEGE?

Dann schliess dich den Supervistas an!

Wir sind ein Publikumsclub für Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. Während der Theatersaison schauen wir uns wöchentlich ein Stück an und diskutieren im Anschluss darüber. Das Nachgespräch dauert ca. 1h und wird professionell moderiert.  Am Grätsche hast du die Möglichkeit, bei uns reinzuschauen und mit uns in Kontakt zu treten. Wir schauen folgende Stücke:

Do 13.2., 20:00 DOMMAGE DOMMAGE

Fr. 14.2., 20:00 pssst.

Sa 15.2., 20:00 Möbius

 

Wir treffen uns jeweils 10 Minuten vor Vorstellungsbeginn vor dem Saal.

Du erkennst uns an einem knallgelben Schild.

Erfahre hier mehr über uns  https://www.supervistas.ch/de/

Grätschen ohne Verletzen: Awareness

Awareness ist ein Konzept, das sich mit respektvollem Verhalten beschäftigt. Als Verein Grätsche ist es uns wichtig, bewusst unterwegs zu sein. Das heisst, uns zu informieren, für gewisse Problematiken zu sensibilisieren sowie einander zuzuhören und gegenseitig zu unterstützen.Wir respektieren die Grenzen unserer Mitmenschen wie auch unsere eigenen. Jede Person bestimmt selbst, wo ihre Grenzen liegen und was für sie übergriffig oder verletzend ist. Jegliche Art der Diskriminierung wie zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit, Antisemitismus, Klassismus, Fat-Shaming, Ageismus und Ableism haben am Grätsche keinen Platz.Es kann vorkommen, dass in den gezeigten Stücken diskriminierende Inhalte verhandelt werden. Reflektierte Auseinandersetzungen mit diesen Themen in Theaterproduktionen sind uns wichtig, sofern sie der Awareness-Bildung oder dem Aufzeigen von bestehenden Zuständen dienen, nicht aber unkommentiert/ohne Kontext im Raum stehen. Zentral ist, dass am Festival Strukturen bestehen, die Unwohlsein auffangen können.Deshalb wird während des ganzen Festivals durchgehend ein Awareness-Team im Einsatz sein – für euch, für uns, für ein respektvolles Grätschen ohne Verletzen.Wir sind froh um Hinweise und auf Problematiken aufmerksam gemacht zu werden: info@graetsche.ch

Barrierefreiheit am Grätsche

Alle Spielorte und das gesamte Haus sind rollstuhlgängig und auch für mobilitätsbeeinträchtigte Besucher*innen zugänglich. Bitte reserviere deinen Rollstuhlplatz in den Vorstellungen frühzeitig: info@graetsche.ch. Es gibt eine rollstuhlgängige Toilette mit Eurokey im Erdgeschoss. Den Situationsplan für das Dynamo findest Du hier. Assistenzpersonen erhalten freien Zutritt zum Festival. Bitte melde dich frühzeitig an: info@graetsche.ch. Die Freikarte kann an der Kasse abgeholt werden.Im Haus 19 steht ein Safer Space zur Verfügung. Du kannst dich beim Awareness-Team melden, damit sie dich in den Ruheraum begleiten können.

Programm

alphabeten mafia 2000
alphabeten mafia 2000

Von und mit: Oliv Heuss und Ruby Rawson mit Nico Münz, Alex, Lux Köpl, Luka, Devin Maier und Mathilde Grünig

alphabeten mafia 2000 besteht aus Oliv (o/keine) und Ruby (they/er) als aktive Mitglieder*innen. Zwischen 0 und 1, zwischen DIY und hyperprofessional surfen wir gemeinsam auf der dritte Welle des Queer Feminismus. Beide metamorph(t)en wir vom Reverse Cowgirl zum Testo Junkie und fordern unseren Platz zwischen den Stühlen ein.
Für unser Stück Unfreiwillige Poet*innen haben wir mit Nico Münz (er/ihm), Alex (er/ihm), Lux Köpl (keine Pronomen), Luka (nin/keine), Devin Maier (alle Pronomen) und Mathilde Grünig (she/her) zusammengearbeitet.

«Unfreiwillige Poet*innen»

DO 13.02. 21:00-22:00

SO 16.02. 15:00-16:00

Content Note: Transfeindlichkeit,
Mental Health

Das Stück «Unfreiwillige Poet*innen» wurde von Paul B. Preciados Film «Orlando ma Biographie Politique» inspiriert. Darin verknüpft Preciado Virginia Woolfs Roman «Orlando» aus dem Jahre 1928 mit den vielschichtigen Realitäten von trans Personen Heute. Alphabeten mafia 2000 fügt dieser Kette ein (Plastik-) Glied hinzu und kreiert eine lokale Adaption, mit trans und nicht- binären Personen aus Zürich und Konstanz, hinzu. Der 30 minütige Kurzfilm wird durch ein Live Performance ergänzt, in der Orlandos unterschiedlicher Zeiten aufeinandertreffen.

Dance Company ONE
Dance Company ONE

Von und mit: Nina Evelyn Pfüller und Aline Gia Perino

Wir sind Nina und Aline, zwei freischaffende Tänzerinnen, die vorallem in der Schweiz, aber auch im Ausland tätig sind. Wir sind Mitglieder der Dance Company ONE, einer jungen Tanzkompanie mit Sitz in Winterthur. Dance Company ONE ist ein Kollektiv von Choreograph*innen mit unterschiedlichen tänzerischen Hintergründen. Mit Tanz kämpfen wir für eine sozial gerechte und nachhaltige Welt.

«A.tactus.I»

FR 14.02. 18:30-19:00

SO 16.02. 16:00-16:30

Content Note: Zukunftsvorstellungen der Beziehung zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz

In «A.tactus.I» wollen wir erforschen, was uns Menschen und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen im Vergleich zu einem KI-Roboter ausmacht. Wir hinterfragen und stellen uns vor, ob und wie eine KI in Zukunft einen Menschen in einer solchen Beziehung ersetzen könnte.

IPSO
IPSO

Von und mit: Rebecca Minten, Matthieu Wenger, Eva Marlinge, Anna Roth, Clara Dietze, Joao Calado und Samuel Gfeller

IPSO wurde mit dem Ziel gegründet, Transdisziplinarität zwischen verschiedenen Kunstformen durch Austausch und Zusammenarbeit zu praktizieren. Eine nicht-hierarchische Sicht auf Dinge, das Finden einer gemeinsamen Sprache, das Fallenlassen von alten Etiketten, sich auszeichnen durch die Erschaffung von unvergesslichen Momenten für Publikum und Künstler*innen.

«DOMMAGE DOMMAGE»

DO 13.02. 20:00-21:00

FR 14.02. 22:00-23:00

Zu Tisch: IPSO lädt das Publikum zu einer grossen Familienzusammenkunft ein, bei der es die formes nouvelles, inspiriert von Yves Reynauds «Événements Regrettables», aufnimmt und sie auf eigene Weise umsetzt. Was sind unsere Tischmanieren? Wie und auf welche Art versammeln wir uns um einen Tisch? Können wir am Tisch auf einen verbalen Austausch verzichten und anders kommunizieren? Wie können wir althergebrachten Gewohnheiten, der Suche nach Sicherheit und patriarchalen Mythen neu begegnen oder sie gar verändern?

Kollektiv Suuser
Kollektiv Suuser

Von und mit: Aaron Eggenschwiler, Anina Steiner, Enno Rennenkampff, Laura-Amadea Feldmann, Lena Riva und Sonja Grimm

Gemeinsam aufwachsen, zusammenwachsen, Theater machen, älter werden, auseinanderleben, sich aus den Augen verlieren, weiterspielen, wieder zusammenfinden, sich neu kennenlernen – und wieder Theater machen.

So oder so ähnlich ist das Berner Kollektiv Suser entstanden und gewachsen. Mit An- Aus- Umgezogen geht die Gruppe in die zweite Runde. Mithilfe eigener Texte, Erfahrungen, Improvisationen, Diskussionen und Musik von Anina Shona und niketaz hat das Ensemble ein Stück entwickelt, das sich mit den Facetten des Wohnens auseinandersetzt.

«An- Aus- Umgezogen»

SA 15.02. 16:00-17:00

SO 16.02. 17:30-18:30

An-Aus-Umgezogen. Kartonkisten, Schnur, Leere und viel Staub. So viel Staub, der mit all dem mitgekommen ist und sich über jeden Gegenstand legt. Den rosaroten Hammer und die «Love Actually» DVD in der Kiste verstaut zusammen mit den Erinnerungen an dich. Morgen werden sie allesamt entsorgt. Und die alte Sauser Flasche im Kühlschrank ist das Einzige, was von dir noch geblieben ist. Ich komme, war da, und jetzt bin ich wieder hier. An-Aus-Umgezogen von einer Kleinstadt in die Burg.

Kopfloskollektiv
Kopfloskollektiv

Von und mit: Lea Widmer und Malina Mikulan

Das Kopfloskollektiv ist ein Zwei-Personen-Kollektiv. Zusammen verweben Lea und Malina lose Fäden und Gedankenfetzen. Die Sprachaufnahmen, Videos und Artikel, die zwischen ihren Köpfen und Handys hin und her geschickt werden, sind Teil ihrer Recherchen-Sammlung.

Uns interessiert das Nichtgesagte und das Unsichtbare: Wer wird wie sprachlos gemacht? Können wir als Sprachrohr funktionieren? Als Mittel diese Fragen zu beantworten, möchten wir uns auf eine Suche begeben, gemeinsam, kollektiv, empathisch, wie wir unsere Bild/Körper/Mutter-sprache gemeinsam finden können.

DEMO: «Willst du Suppe?»

SA 15.02. 15:00-15:30

SO 16.02. 17:00-17:30

Content Note: Migrations-
erfahrungen, Mental Health,
gesellschaftliche Diskriminierung

Willst du Suppe?
Ein Buchstabenstück.
Wie lange kocht sie noch?
Wie lange bis das Wasser überkocht und die Wörter aus mir raussprudeln?
Die Suppe köchelt noch.
Serviert wird im Februar.


Leg0 - Die Textbaustelle
Leg0 - Die Textbaustelle

Von und mit: Maria-Lusie Tzikas, Benjamin Kevera, Flurina Gutmann, Anna Möll, Jasmin Javet und Laura Higson

LEG0 – Die Baustelle für Textperformance. Das war vor drei Jahren eine schüchterne Versammlung in einer Bieler Bar, eine zusammengewürfelte Gruppe junger Autor*innen, die eine Bühne, sprich: ein Zuhause für ihre kantigen Texte suchten. Gelesen wurden Gedichte, Erzählungen, Dialoge, die allesamt zu laut für eine Wasserglaslesung waren oder sich nicht an das übliche Poetry-Slam-Format halten wollten. Texte, die eine Kante zu viel und eine Rundung zu wenig hatten. So entstand aus einem ersten Abend, an dem die meisten Anwesenden auch gleich selbst auf der Bühne standen, ein kleines, feines Erlebnis, bei dem Literaturbegeisterte ihre Freude an Spoken-Word-Texten auslebten.

«In den Filmen sind die Ärzt*innen netter und hören besser zu»

FR 14.02. 21:00-22:00

SA 15.02. 20:00-21:00

Content Note: Medizinische Traumata, Depression,
Suizidgedanken

Das LEG0-Komitée präsentiert an zwei Abenden Gäste aus den diversesten Ecken des Literaturdschungels: Laura Higson, Flurina Gutmann, Maria-Lusie Tzikas, Benjamin Kevera, Damian Schmid, Anna Möll, Jasmin Javet und Andri Bänziger erzählen Geschichten von untherapierbaren Schraubenziehern, Grossmamis, die es mehr drauf haben als ihre Ärzt*innen, medizinische Ungenauigkeiten und von vielen weiteren kranken Sachen. Kommt vorbei und lasst euch anstecken vom LEG0-Fieber. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Ärzt*in oder Apotheker*in.

Luméva
Luméva

Von und mit: Manning Dong, Lélla Brigitti, Vanessa Spörri, Pengyi Li und Perran Wang

Wir sind eine bunte Gruppe von energiegeladenen und kreativen Menschen. Mit Fragen und einer gemeinsamen Leidenschaft für Forschung durchbrechen wir Grenzen und nutzen unsere Sprache, um die komplexen Beziehungen der Welt zu dekonstruieren. Wir sind ein neues Paar Augen, das bereit ist, durch den psychedelischen Raum zu reisen, den wir gestalten, um eine Reise voller unbekannter Erkundungen und Überraschungen zu beginnen.

«Möbius»

SA 15.02. 20:00-20:30

SO 16.02. 14:30-15:00

Dieses Werk ist inspiriert von der Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung. In der Verflechtung von Licht und Neon wird allmählich die subtile Verbindung zwischen Geist und Seele sichtbar. Es ist, als ob wir zwischen verschiedenen Identitäten und Formen reisen, verloren in der Menge, aber auf der Suche nach Anerkennung und Bestätigung im Prozess der ständigen Veränderung. Vage scheint es ein unsichtbares Augenpaar zu geben, das uns heimlich beobachtet und befragt, wie ein nie endender Kreislauf. Wie kommt das alles zustande und ist es real oder nur eine Illusion des Bewusstseins?

minkowski ballett
minkowski ballett

Von und mit: Anna Glünz, Celia Eugster, Klara Risch und Livio Gentile

wir, das minkowski ballett, sind frisch aus dem ei geschlüpft und schmieden derzeit arge rachepläne (shoutout an die furien <3). unser kollektiv brütet zum zweiten mal ein theaterstück aus, und wo es zuvor noch um integralrechnungen und das PSI ging, drängt es uns diesmal an antike ufer. wir haben nicht nur nen vogel, nein wir haben 3 vögel in total! ornitholog:innen empfehlen uns. könnten wir mit einer historischen figur abendessen, wär das wohl klytaimnestra. mega queen, die verdient mal eine gönnung. wir sind 4 klytaimnestra apologists vereint.

«orestlos zufrieden»

SA 15.02. 14:00-15:00

SO 16.02. 20:00-21:00

Content Note: Gewalt, Sexismus

«orestlos zufrieden» widmet sich Aspekten von Female Rage am Beispiel des antiken Mythos der Orestie. Während der traditionell aus männlicher Perspektive erzählt wird, möchten wir dieses Dispositiv hinterfragen und die im Stück allgegenwärtigen Gewalthandlungen neu beleuchten. Wird Gewalt schöner, wenn sie als Rache geschieht? Gibt es Faktoren, die unser Moralempfinden beeinflussen? Z.B. Storytelling, Ästhetik, relatability? Wie weit führt die Reproduktion des Bildes der wütenden Frau*, bis sie in eine ungesunde Glorifizierung kippt? Und wann spielt diese Darstellung dem Male Gaze in die Karten?

Pink Nation
Pink Nation

Von und mit: Lateena, Colombiana, Luxury und Nimia

Pink Nation ist ein intersektionales Kollektiv, das marginalisierte QTBIPOC*-Körper ins Zentrum stellt. Durch Tanz, Musik, Dialog und Gemeinschaftsleben beleuchten wir Themen wie Selbstermächtigung, koloniales Erbe und Inklusion. Unsere Arbeit ist laut, kraftvoll und transformativ. Wir verbinden periphere Lebensrealitäten mit weissen Institutionen, hinterfragen bestehende Paradigmen und schaffen Räume für Ausdrucksbefreiung. Im Austausch mit unserem Publikum bauen wir Brücken zwischen Kunst und Kultur – kritisch, kreativ und kontrastreich.

DEMO: «Twerkshop»

SO 16.02. 19:00-19:30

Der Twerkshop ist ein QTBIPOC-zentrierter Community-Praxisraum, der die Geschichte des Twerking als Tanzform erforscht, um Wissen zu bewahren und zu den laufenden Bemühungen um die Erhaltung dieses Tanzstils beizutragen. Wir üben Hüftisolationen zu verschiedenen Rhythmen, akrobatische Bewegungen, Lap Dance und arbeiten gemeinsam an Twerking-Choreografien.

Für alle* offen. Keine Vorkenntnisse nötig

remi demi
remi demi

Von und mit: Zoé de Reynier, Alessandra Hitz und Jana Dünner

Wir sind remi demi, der Name ist Programm. Wir wollen laut sein, heiter sein und uns für das einsetzen, was uns wichtig ist. Wir sind eine junge Thurgauer Tanzkompanie, der neu gegründete Verein dahinter dient als kreativer Motor für das Projekt «USE». Wir wollen vielseitige Tanzstücke produzieren, in denen wir zeitgenössischen Tanz und Streetdance verbinden, wobei es uns besonders am Herzen liegt Streetdance authentisch zu präsentieren und repräsentieren. remi demi setzt auf faire Bezahlung, eine feministische Arbeitskultur und ein diskriminierungsfreies Umfeld.

«USE»

SA 15.02. 21:30-22:00

SO 16.02. 18:30-19:00

Content Note: Sexualisierte Gewalt, Stroboskop, Lauter Gesang und Gelächter

In «USE» sehnen wir uns nach Freiheit beim Feiern, doch stets im Bewusstsein unserer Sicherheit. Unsere Schutzmechanismen sind allgegenwärtig, etwa das Abdecken unserer Getränke im Club, um uns vor K.O.-Tropfen zu schützen. remi-demi-Choreografin Jana Dünner zeigt offen ihre Clubnächte. Die Tanzperformance «USE» setzt sich laut, direkt und mit einem Hauch Humor mit dem Widerstand gegen sexualisierte Gewalt auseinander. Sie beleuchtet den grossen, einseitigen Aufwand, den wir betreiben, um uns in sozialen Situationen sicher zu fühlen, und hinterfragt die Distanz zu einvernehmlicher Intimität.

SPAZIO Kollektiv
SPAZIO Kollektiv

Von und mit: Esmat Ebrahimi, Anna Gebhardt, Tahera Hassazadah, Fatima Kazimi, Hossnieh Musavi, Elena Rudin, Rocío Sánchez, Daria Thüringer und Tonia Roller

Attentioneeeeee, abbiamo viaggiato da nove città su sei, a volte abbiamo bambini nel bagagliaio e abbiamo assolutamente bisogno di più spazio! Siamo sorelle caotiche che lottano per la libertà di tutti noi.

(Achtuuuung, wir kommen aus neun verschiedenen Städten angereist, haben manchmal Kinder im Kofferraum und brauchen unbedingt mehr Platz! Wir sind chaotische Schwestern, die für die Freiheit von uns allen kämpfen.)

DEMO: «Spazio! Vita! Liberta!»

SA 15.02. 15:30-16:00

SO 16.02. 16:30-17:00

Wir erfinden einen Raum, in denen die Menschen, die Grenzkontrollen durchführen diejenigen sind, die die Wirkungsweisen des Schweizer Asylsystems sonst so oft am eigenen Leib erfahren - geflüchtete Menschen, People of Colour, Menschen die einen Hijab tragen usw.

Es ist ein Setting, in dem regelmäßige Kontrollen stattfinden, Check-ups und Verweise. Es ist ein Raum, der kalt sein kann, Flughafen, Transitzone. Und es ist ein Raum, der warm sein kann: Kissen und Decken, dampfender Tee. Wir haben Zeit. Du hörst mir zu, ich höre dir zu. Auch wenn wir nicht die gleiche Sprache sprechen. Du bist hier willkommen! Certo?!

xoxo
xoxo

Von und mit: Lara Durtschi, Mona Lou Wyss, Reina Guyer, Moritz Lauper und Célia Bode

xoxo ist ein junges, feministisches Zürcher Theaterkollektiv. Bestehend aus Mona Lou Wyss (Student*in Literaturwissenschaft und populäre Kulturen), Reina Guyer (Schauspielstudentin), Lara Durtschi (Schauspielstudentin) stehen in "pssst." unter anderem zusammen auf der Bühne. Célia Bode (Studentin Germanistik und Philosophie) hat unter anderem das Skript verfasst und übernahm die Regiearbeit. Unterstützt wurden sie von Moritz Lauper mit Sounddesign. Ihre Arbeit ist kollektiv: Entscheidungen und Aufgabenverteilung erfolgen gemeinsam nach Kapazitäten und Interessen.

«pssst.»

FR 14.02. 20:00-21:00

SA 15.02. 16:00-17:00

Content Note: Sexismus, Hassrede, Gewaltdarstellungen und sexualisierte Gewalt, laute Musik und schnelle Lichtwechsel

«Die drei trinken hier Tee. Das machen sie schon immer. Sie kennen nichts anderes als hier zu sitzen und Tee zu trinken. All day everyday. Sie mögen sich, genau hier und genau so, wie sie sind. Sie tun das, was sie am besten können. Tratschen, Klatschen, Schnacken, Schwatzen, Quatschen, Quasseln, Lästern, Gerüchte verbreiten oder einfach: den Tea spillen.
*laute Schlürfgeräusche*
Sie mögen am liebsten heissen Tee, so heiss, bis die Zunge in den Flammen züngelt, die Stimme verkohlt und die Sprache verbrannt ist.
*eine Hexe brennt auf dem Scheiterhaufen*»

Wir bedanken uns bei unseren Förder*innen für ihre Unterstützung: Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich Fachstelle Kultur, Migros Kulturprozent und Veronika & Hugo Bohni Stiftung.